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UNBEQUEM UND FURCHTLOS

18. August 2026 von INGO LANGNER

Der Historiker Michael Wolffsohn sagt über sich selbst, er sei ein kosmopolitischer deutsch-jüdischer Patriot. Seine zahlreichen gesellschaftspolitischen Stellungnahmen zu Krieg und Frieden sind legendär

Foto: picture alliance/Panama Pictures
Historiker Michael Wolffsohn am 2. März 2026

Michael Wolffsohn ist am 17. Mai 1947 in Tel Aviv geboren. Sein Vater Max und seine Mutter Thea haben sich nach ihrer 1939 erfolgten Flucht aus NS-Deutschland in Israel kennengelernt und dort geheiratet. Wolffsohns Eltern kehrten mit ihrem Sohn 1954 in ihre deutsche Heimatstadt Berlin zurück. Nach einem Studium in den Fächern Geschichte, Politikwissenschaft und Volkswirtschaft in West-Berlin, New York und Tel Aviv (und einem freiwilligen Wehrdienst in der israelischen Armee von 1967 bis 1970), begann Wolffsohns höchst erfolgreiche Laufbahn als Historiker und Publizist. Von 1981 bis 2012 war er Professor für Neuere Deutsche Geschichte an der Universität der Bundeswehr München. 2025 erschien sein Buch Feindliche Nähe. Von Juden, Christen und Muslimen.

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Michael Wolffsohn:
Genie und Gewissen.
Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus,
Freiburg (Herder Verlag) 2026, gebunden, 368 Seiten, 26 Euro
Professor ­Wolffsohn, Ihre jüngste Publikation heißt Genie und Gewissen. Herbert von ­Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus. Ihr Buch gibt eine Antwort auf die Frage, ob der weltberühmte Dirigent ­Karajan ein Nazi war oder ob er es nicht war. Zu welchem Urteil sind Sie gekommen? Und: Warum haben Sie das Buch 80 Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur geschrieben?

­Herbert von ­Karajan war Mitglied der NSDAP. Gesinnungsnazi war er nicht. Also Formalnazi. Wenn die Antwort denn schwarz oder weiß sein muß. Warum das Buch? Die beiden Karajan-Töchter wollten wissen »wie es gewesen ist«. Zu meiner Geschäftsgrundlage gehört nicht der nahezu automatische Nazi-Vorwurf bzw. die Nazi-Keule. Nicht jeder Formalnazi bzw. Parteigenosse (Pg.) war auch Gesinnungsnazi. Ebenso gilt: Auch unter Nicht-Parteigenossen gab es Gesinnungsnazis, und ganz sicher waren nicht alle Deutschen im Hitler-Staat Nazis im einen und anderen Sinn und: »Nicht alle waren Mörder«, so der Buchtitel des unvergessenen deutschjüdischen Schauspielers ­Michael ­Degen.
Mich persönlich interessiert seit jeher die Spannung zwischen Autonomie der Kultur und Hegemonie der Politik. Genauer, im Wortbild: Wo ist wer persönlich und welches dieser Systeme auf dieser Strecke zu plazieren? Und natürlich die ewige Frage der Kultur: Kann, darf, soll sie autonom bzw. unpolitisch sein? Artikel 5 Grundgesetz ist eindeutig: Er garantiert die »Freiheit der Kunst und der Wissenschaft«. Der Zeitgeist-Wind in beiden Bereichen weht anders. Besonders in der Kulturszene und den Geisteswissenschaften. Sie sägen sich damit den Ast ab, auf dem sie sitzen. Selbstverschuldet sinkt dadurch ihr gesellschaftliches Prestige, und die Politik setzt deshalb gerade hier fröhlich den Rotstift an.

Für Linke aller möglichen Couleur ist inzwischen alles, was nicht links ist, gleich Nazi. Nicht bloß Rechtsextreme, auch Rechte und Konservative sollen damit stigmatisiert werden. Das Wort wird derzeit geradezu inflationär gebraucht. Wie beurteilen Sie das?

Das ist nur scheinbar eine neue Entwicklung. Von 1945 bis Mitte der 1960er waren die meisten Nenn-Nazis Echt-Nazis. Seit den 68ern wurde jeder, der den jeweiligen Linksgruppen nicht links genug war, »Nazi«. Inzwischen gelten in diesen Kreisen auch Juden wie ich – sowie erst recht zionistische und israelische – als »Nazis«. Absurdes Theater, könnte man sagen. Aber das ist falsch. Denken Sie an den Vater des absurden Theaters, ­Ionesco. Große Kunst. Also kein absurdes Theater, sondern Affentheater. Es erschwert den Kampf gegen die echten Neu-Nazis.

Droht wieder Faschismus, wenn in Deutschland die AfD regiert oder mitregiert?

Ich werde die AfD niemals wählen, doch wer die Mehrheit des Personals betrachtet und die Struktur der AfD sowie der NSDAP kennt, wird, wie ich, Ihre Frage verneinen.

»Israel ist die Lebensversicherung für jeden Juden. Deshalb mein Wehrdienst in Israel.«

Sie haben 1990 nach Mauerfall und Wiedervereinigung ein Buch mit dem Titel Keine Angst vor Deutschland geschrieben und dort die deutsch-jüdischen Beziehungen und die deutsche Vergangenheitsbewältigung analysiert. Ihr Buch ist ein Plädoyer für einen unverkrampften Umgang mit der deutschen Geschichte und fordert ein Ende der pauschalen Angst vor einem wiedervereinigten Deutschland. Würden Sie so ein Buch heute wieder schreiben können?

Nein, denn jene Entkrampfung gibt es nur auf diasporajüdischer und israelischjüdischer Seite; auf der deutschen Seite gibt es weiterhin oder wieder Verkrampfungen sowie zunehmend, besonders linksaußen und bei extremistischen deutschen Muslimen, Feindschaft oder, wo verdeckt, Heuchelei. Bundespräsident Steinmeier behauptet, Israels Verteidigungskrieg gegen den Iran sei »völkerrechtswidrig«. Das ist falsch. Richtig ist: er ist völkerrechtlich, wie vieles, umstritten. Übrigens drücken zig Staatsanwaltschaften oder Gerichte bei antijüdischen Angriffen mehr als nur ein Auge zu. Ich erlebe das persönlich, lese und höre darüber.

1990 wurde innerhalb und außerhalb unseres Landes vor einem neuen machtvollen Großdeutschland gewarnt. Heute, 35 Jahre später, liegt Deutschland zwar wirtschaftlich am Boden und das Wort Deindustrialisierung ist in aller Munde. Gleichwohl schrillen bereits alle Alarmglocken, wenn es heißt, Deutschland solle wieder wehrhaft werden und die beste Armee Europas aufbauen. Schrillt es deswegen bei Ihnen auch?

Nein, denn die bundesdeutsche Aufrüstung ist defensiv. Anders als Sie höre ich aber nur linke Alarmglocken. Nur die Linken – und auch die vermeintlich so nationale AfD – streuen Sand ins Getriebe der notwendigen Vergrößerung und Modernisierung unserer Bundeswehr. Wollen sie, daß wir ­Putin & Co. gegenüber wehrlos sind?

In der Welt am 21. Mai 2016 schrieben Sie: »Unser Staat zerbröselt. Eines von vielen Alarmsignalen ist der Appell des Staates an die Zivilcourage seiner Bürger. Es bedeutet im Klartext: ›Ihr müßt euch selber schützen. Wir sind dazu nicht mehr fähig.‹ Damit schafft sich der Staat selbst ab, denn der Schutz seiner Bürger nach innen und außen ist der instrumentelle, funktionale Seinsgrund eines jeden Staates.« Wie lautet Ihre Diagnose heute?

Wortwörtlich leider identisch. Ausnahme seit eh und je: Bayern. Licht am Bundes-Horizont: Innenminister ­Dobrindt.

Sie sind am 17. Mai 1947 in Tel Aviv geboren und haben Ihre Wehrpflicht von 1967 bis 1970 in der Israelischen Armee abgeleistet. Warum haben Sie das getan, obwohl Sie 1967 bereits in West-Berlin gelebt haben?

Israel ist die Lebensversicherung für jeden Juden. Jüdisches Leben ist seit dreitausend Jahren Existenz auf Widerruf. Ich beschreibe das ausführlich in meinem Buch Eine andere Jüdische Weltgeschichte. Jenen Widerruf erleben wir besonders seit der muslimischen Megamigration ab 2015 sowie erst recht seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023. Für jede Versicherung muß man zahlen. Deshalb mein Wehrdienst in Israel.

Sie waren von 1981 bis 2012 Professor für Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr München. Sie sind also auf diese Weise mit der Bundeswehr verbunden gewesen. Sie haben im März 2014 in einem Artikel in der Welt die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht gefordert. Sehen Sie das heute noch genauso?

Mehr denn je. Wäre es nicht so bedenklich, müßte ich darüber lachen, daß dieselben Politiker, Journalisten und Pseudo-Experten, die mich seinerzeit, sagen wir netterweise, kritisierten, diese Einsicht heute fast als Weisheit verkaufen.

Wofür sollen die deutschen Soldaten kämpfen? In jedem anderen Land wäre die Antwort für das eigene Volk und den Erhalt der Nation. Mit dieser Antwort ist man in Deutschland nicht satisfaktionsfähig, oder doch?

Je schärfer die Krise oder Bedrohung, desto klarer der Kopf. Es gibt Zeichen für zunehmende Einsicht in die Notwendigkeit. »Für Volk und Nation«, das ist mir zu abstrakt. Passender finde ich: dafür, daß der Einzelne sowie alle Bürger im jeweils eigenen Staat leben können, wie sie wollen. Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung oder gar Unterdrückung.

Die deutsche Beteiligung an den Jugoslawienkriegen in den 1990er Jahren markierte eine Wende in der deutschen Außenpolitik, insbesondere durch die Teilnahme der Bundeswehr an Nato-Luftangriffen 1999 (Operation Allied Force) ohne UN-Mandat. Es war der erste Kampf- und Luftwaffeneinsatz der Bundeswehr seit 1945, wobei Tornados serbische Stellungen angriffen. Außenminister ­Fischer hat seine Zustimmung zu diesem Krieg so begründet: »Auschwitz ist unvergleichbar. Aber ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.« War das eine legitime Begründung?

Sehr pathetisch und aufgeblasen, wie oft bei ­Joschka, aber im Kern absolut richtig. Deshalb die Note 1 minus. Minus, weil siehe oben.

Lassen Sie uns über den aktuellen Krieg in Nahost sprechen. In der FAZ vom 28. Juni 2004 schrieben Sie: »Wie die Deutschen aus ihrer Geschichte lernten, nie wieder Täter sein und Gewalt anwenden zu wollen, so haben wir Juden gelernt, daß wir Gewalt anwenden müssen, um nicht und nie wieder Opfer zu sein.« Daraus ziehe ich den Schluß, daß für Sie der von den USA und Israel geführte Krieg gegen den Iran ein legitimer Krieg ist. Korrekt?

Absolut. Und mit der gleichen Begründung.

»Je schärfer die Krise oder Bedrohung, desto klarer der Kopf.«

Krieg gegen den Iran. Dieser Krieg wird oft genug nur in geopolitischen Dimensionen diskutiert und kommentiert. Es ist aber ein Krieg im Spannungsfeld Judentum, Christentum, Islam. Wie beurteilen Sie dieses Spannungsfeld hier und heute?

Existentielle Konflikte zwischen Christen und Juden gibt es eigentlich nicht mehr wirklich. Anders sieht es zwischen dem Islam einerseits sowie Judentum und Christentum andererseits aus. Diese drei Religionen bzw. Ringe sind zwar, anders als in ­Lessings Ringparabel, sehr wohl unterscheidbar, aber ihr substantieller Kern ist identisch. In Feindliche Nähe habe ich das ausführlich dargestellt. Dieses Buch präsentiert und kommentiert in verschiedenen Essays die elementaren Ähnlichkeiten von Polytheismus, Judentum, Christentum und Islam – sowie die jeweiligen historisch-politisch bedingten Abgrenzungen. Diese waren, vor allem am Anfang, taktisch bedingt. Sie entfalteten ihre institutionelle und religionspolitische Eigendynamik, die zu Konflikten und Kriegen führte und immer noch führt. Das gilt gegenwärtig besonders bezüglich islamischer Akteure, die oft den Kern ihrer eigenen Religion mißverstehen. Besonderer Aufmerksamkeit erfreut sich der Essay Die Bergpredigt als Militärgeschichte.

Für die Mullahs in Teheran gilt erstens immer noch der uralte Auftrag: Allahs Wille ist, die Welt islamisch zu machen, und zweitens: Der Staat Israel muß von der Landkarte verschwinden und vernichtet werden. Viele westliche Politiker scheinen das nicht wahrhaben zu wollen.

So ist es. Wobei ich mich immer frage: Woher wissen die Mullahs, daß Gott bzw. Allah die Welt islamisch umformen möchte. Wer zudem den Koran kennt und versteht, erkennt mühelos: Wie die Tora, geht auch der Koran davon aus, daß Gott den Juden das Heilige Land versprochen hat. So gesehen ist der Koran eine zionistische Quelle. Wer’s nicht glaubt, lese es in meinem Buch Wem gehört das Heilige Land? nach.

»Noch funktioniert die US-Demokratie. Ich habe mir sagen lassen: sogar länger als die deutsche.«

Papst ­Leo betet für den Frieden. Und kritisiert die USA wegen des Krieges. Wie beurteilen Sie das?

Gerade als Jude bewundere ich Papst ­Leo als Persönlichkeit, Theologen und Denker, weniger als politischen Lenker. Man muß wahrlich kein Trump-­Fan sein – ich bin keiner –, um zu erkennen: Die angestrebte Entnuklearisierung des Iran sowie die Zerstörung seines Raketenpotentials ist ein Beitrag zum regionalen und globalen Frieden. Dieser Beitrag ist, wortwörtlich, für uns alle sehr teuer. Ich zahle bereitwillig, denn ich möchte nicht, daß unser Leben von den iranischen Fundamentalisten abhängt, die sogar ihr eigenes Volk massakrieren.

US Präsident ­Trump keilt zurück und greift Papst ­Leo XIV. frontal an. Kehrt das Zeitalter der Cäsaren zurück?

Das ist mir zu klischeehaft. Noch funktioniert die US-Demokratie. Ich habe mir sagen lassen: sogar länger als die deutsche.

Die Päpste der Vergangenheit waren für die Reconquista, für die Schlacht von Lepanto und hätten es nicht gern gesehen, wenn Wien von den Türken erobert worden wäre. Hat die katholische Kirche ihren Frieden mit dem Islam gemacht?

Mit welchem Islam? Mit dem gemäßigten schon lange. Spätestens seit dem Zweiten Vatikanum, also seit 1965. Papst ­Franziskus liebäugelte allerdings sogar mit dem extremistischen Islam à la Hamas. Denken Sie an seine quasi Andacht im Dezember 2024 vor der Krippe mit dem neugeborenen Jesus auf einem Palästinensertuch.

Jacob Rees-­Mogg, ein katholischer englischer konservativer Politiker, sagte in einem Cato-Interview über Politiker und Papst: »Das Papsttum und die kirchlichen Amtsträger müssen äußerst vorsichtig sein, wenn sie sich zu politischen Fragen äußern.« Und auch: »Der Katholik J. D. ­Vance wird keine Weisungen vom Papst entgegennehmen. Ich hielte es auch nicht für hilfreich, wenn der Eindruck entstünde, er sei zuerst Katholik und erst danach republikanischer Politiker.« Ist das eine vernünftige Position?

Als Jesusjude halte ich mich dabei an Jesus: »Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist«, ­Matthäus 22, 21.

Als Gott sein Volk aus dem Sklavenhaus Ägypten geführt hat, ging das nicht ohne Gewalt ab. Das ägyptische Heer wurde ertränkt. Und nach der 40jährigen Wüstenwanderung war das versprochene Land nicht leer. Ich zitiere: »Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen. Ich kenne ihr Leid. Ich bin herabgestiegen, um sie der Hand der Ägypter zu entreißen und aus jenem Land hinaufzuführen in ein schönes, weites Land, in dem Milch und Honig fließen, in das Gebiet der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter.« Krieg im Heiligen Land ist offenbar eine Konstante bis zum heutigen Tag. Welches mag die Ursache sein: Schicksal, Fügung, Gottes Wille?

Die von Ihnen richtig zitierte Landnahme hat historisch nie stattgefunden. Die biblische Darstellung ist, ganz in der antiken Erzählweise, sozusagen die Story zur History. Und zwar als moralische bzw. tröstliche Aufrüstung für das Minivolk der Juden, das in der Antike dauerhaft von der jeweiligen Weltmacht in und aus Ägypten oder in und aus Mesopotamien regelrecht zerquetscht wurde.

Die Israeliten waren ein wehrhaftes Volk. In der Diaspora hat sich das geändert. Im Ghetto waren die Juden Opfer und wurden immer wieder von Pogromen drangsaliert. Epochaler Tiefpunkt war die Shoa. Seit 1948 sind die Juden wieder wehrhaft. Hat sich da ein Kreis geschlossen?

Dazwischen zweitausend Jahre Diskriminierungen und Liquidierungen. Toleranz immer nur funktional, nicht ethisch, also wenn und solange Juden gebraucht wurden. »Nie wieder Opfer!« Das haben uns diejenigen beigebracht, denen wir Juden dreitausend Jahre Existenz bzw. Leben auf Widerruf verdanken. Jüdische, besonders israelische, Wehrhaftigkeit ist die Quittung für jene Geschichte.

Ihre Familie ist in Leid und Glück Teil der jüdischen Geschichte. Wie sollte es auch anders sein. Sie sind am 17. Mai 1947 geboren. Feiern mithin in diesem Jahr Ihren 79. Geburtstag. Wie schauen Sie auf Ihr Leben zurück und was erhoffen Sie sich für Ihre Kinder und Kindeskinder?

Nur Gutes und Schönes. Aber ich bin Realist und hoffe daher, daß ihr heute noch – noch? – so gutes Leben nicht durch Menschen widerrufbar ist. ◆

Herr Professor Wolffsohn, vielen Dank für das Gespräch!
Bild von INGO LANGNER,

INGO LANGNER,

geb. 1951 in Rendsburg, lebt in ­Berlin. Autor, ­Literaturkritiker und Publizist sowie lange Zeit Fernsehproduzent und Theaterregisseur; heute Chefredakteur von Cato.

No. 4 | 2026

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Kategorie: Artikel Stichworte: Artikel, Interview, Langner, Wolffsohn

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