
Krieg und Frieden Interview mit Botschafter a. D. Dr. György Varga von Ingo Langner
Varga ist Diplomat mit Spezialisierung auf den postsowjetischen Raum. Als Diplomat vertrat er Ungarn in der Ukraine und in Moskau, er war Botschafter in Moldawien und von 2017 bis 2021 Leiter der Beobachtermission der OSZE in Rußland. Er ist Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (MTA).

Alternativloser Dialog von Alexander Rahr
Die Reanimation des Petersburger Dialogs wäre eine Rückkehr zu den zivilgesellschaftlichen Begegnungen. Der Dialog half Bonn und Berlin, Teil der großen europäischen Familie zu werden. Die Erfahrung könnte Deutschland jetzt helfen, Weichen in Osteuropa zu stellen. Gebraucht werden keine ideologischen Aktivisten, sondern Brückenbauer.

Kurswechsel über Trump hinaus
von Sebastian Krockenberger
In den USA bricht eine geistige und politische Strömung ans Licht der internationalen Öffentlichkeit. Schlüsselpersönlichkeiten um Vizepräsident J. D. Vance sind Patrick Deneen und Adrian Vermeule. Sie vertreten die »postliberale« konservative Denkschule. Mittelpunkt ihrer Überlegungen ist das Gemeinwohl.

Niemand kann alle Menschen gleich lieben
von Armin Schwibach
Die Ordo-amoris-Debatte zwischen US-Vizepräsident Vance und Papst Franziskus offenbart die tiefe Spaltung in Kirche und Gesellschaft. Ein Staat, der für seine Bürger sorgt, handelt gerecht. Eine Kirche, die dies nicht anerkennt, riskiert ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren und sich in einer Vielzahl globalistischer Ideologien aufzulösen.

Big Pharma im Tiefen Staat
von Paul Cullen
»Seit zwanzig Jahren habe ich Gott gebeten, mich in die Lage zu versetzen, die Epidemie an chronischen Erkrankungen bei Kindern in diesem Land zu beenden. Am 23. August vergangenen Jahres hat Gott mir Präsident Trump geschickt.«, US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. bei seiner Amtseinführung im Weißen Haus am 13. Februar 2025.

Epochenbruch
von Seyed Alireza Mousavi
Die Rivalität zwischen den USA und China ist zu einem Leitparadigma der internationalen Beziehungen geworden. Washington sieht in der Volksrepublik eine Gefahr für die eigene Vormachtstellung. Peking fühlt sich von den USA bewußt kleingehalten. Der Wettbewerb wird bereits geopolitisch, technologisch und ökonomisch ausgetragen.

Am Ende Clausewitz
von Konstantin Fechter
Frieden wird nur greifbar, wenn man ihn wie die Feindschaft nicht absolut setzt. Eine neue Sicherheitsarchitektur für Osteuropa muß das Arrangement mit Rußland ebenso beinhalten wie eine Option auf erneute Verfeindung. Ein wachsamer Frieden bedeutet eine durch Soldaten und Waffen gestützte Souveränität, die grundsätzlich durch Abschreckung aufrechterhalten wird. Die Geschichte lehrt, daß Vertragswerk erst an zweiter Stelle kommt.

Krieg um den Nordpol
von Ulrich Vosgerau
Rußland und China haben eine Front im Nordpolarmeer eröffnet. Es geht um den Zugang zu den enormen arktischen Rohstoffreserven. Die USA sind auf diesem möglichen künftigen Kriegsschauplatz zu spät erschienen und versuchen Versäumtes aufzuholen. Nicht nur um Rohstoffe wird es in den großen Konflikten der Zukunft gehen, sondern auch um Seewege.
CATO Artikel

Editorial Heft 3 | 2025
von Ingo Langner
Ob im Krieg oder im Frieden, oft ist Verrat im Spiel, wenn ein Mensch aufsteigt oder fällt. »Ich liebe den Verrat, aber hasse den Verräter«, soll Julius Cäsar gesagt haben …

DIE GRÜNE STAATSPARTEI
von Thorsten Hinz
Die Grünen sind das Konzentrat und die parteipolitische Speerspitze einer Ideologie, die längst auch die meisten anderen Parteien und fast alle Bereiche der Gesellschaft durchdringt. Deshalb sind Wahlkämpfe, die sich auf Kritik an Personen, Parteiprogrammen und Narrativen beschränken, Schattenspiele, die das Verhängnis bestätigen.

EIN MAESTRO AUS DEUTSCHLAND
Interview mit Rüdiger Safranski von Ingo Langner
Rüdiger Safranski: »Wir bräuchten in erster Linie eine politische Kultur, die die Nation nicht als etwas Schreckliches, sondern als etwas elementar Wichtiges ansieht, das man behüten und bewahren muß, weil Nation das passende Format für Demokratie ist. Weltrettungsprojekte, in welcher Form auch immer, sollte man sich abgewöhnen.«
INGO LANGNERChefredakteur
Ingo Langner, geboren 1951 in Rendsburg, hat in den vergangenen vierzig Jahren als Theaterregisseur, Filmemacher, Fernsehproduzent, Moderator, Autor, Publizist und Kurator gearbeitet. In seinem Portfolio stehen 17 Theaterinszenierungen, 22 Fernsehdokumentationen, zwei von Deutsche Welle TV weltweit ausgestrahlte Literatursendereihen, sechs Sachbücher, zwei Kriminalromane und eine Tragikomödie sowie mehr als einhundert Fernsehinterviews mit Schriftstellern, Regisseuren, Schauspielern, Malern, Theologen, Bischöfen, Kardinälen und Politikern.